Freitag 07.09.2007 Florenz – Siena
Nach einer schönen ruhigen Nacht wollten wir uns eigentlich in San Gimignano zuerst das Städtchen anschauen und dann evtl. dort übernachten. Aber, wie wir in den nächsten Tagen noch öfter merken sollten, dort sind Wohnmobile anscheinend nicht gerne gesehen. Der örtliche Stellplatz liegt etliche Kilometer vom Ort entfernt. Zusammen mit der Schönheit eines Busparkplatzes war der Gedanke an eine Übernachtung schnell wieder weg. Eine Besichtigung des Ortes ging ebenfalls nicht, da sämtliche Parkplätze mit Höhenbeschränkungen ausgestattet waren. Ziemlich schockiert ob der offensichtlichen Feindseligkeit gegenüber Reisemobilen fuhren wir weiter. Die Strecke nach Siena liess uns durch ihre Schönheit das Ganze aber wieder schnell vergessen.
Und als kleines Bonmot hielten wir just an einem Supermarkt an, der meinen Lieblings-Whisky Lagavullin als Superschnäppchen im Angebot hatte. Da mussten wir natürlich direkt mit zwei Flaschen zuschlagen.
Kurz vor Siena machten wir nochmal Halt beim Weingut Casalgallo. Die stellen dort einen äußerst leckeren Wein her, den wir auch in größeren Mengen im Doppelboden bunkerten.
Siena selber gefiel uns sehr gut. Der Trubel war zwar größer als in Lucca aber noch erträglich. Wegen dem üblichen Touristennepp normalerweise keine Freunde von solchen Örtlichkeiten, nahmen wir doch am Il Campo eine Pizza zu uns. Wider erwarten waren Preise und Bedienung klasse. Die Pizza schmeckte ebenfalls sehr gut und das Ambiente mit dem Rathaus
und dem Platz rundete den gelungenen Abend ab.
Da der Campingplatz in Siena geschlossen hatte, mussten wir auf den Stellplatz “Palaspor” ausweichen. Der Platz ist, wie der Name schon sagt, der Busparkplatz einer Sporthalle. Dementsprechend sah er auch aus und die Gegend darum herum sah auch nicht sehr Einladend aus. Aber wir konnten zu Fuß die Altstadt
erreichen. Nachmittags waren wir mit dem skurilen Wächter des Platzes alleine und wir hatten uns schon vorgenommen, falls wir abends immer noch allein wären, weiter zu fahren. Aber der Platz war bei unserer Ankunft gut gefüllt und so konnten wir die Pizza beruhigt verdauen.
Am nächsten Morgen fuhren wir auf unserem Weg aus der Stadt an dem zweiten ausgewiesenen Stellplatz vorbei. Der liegt leider ziemlich zwischen Strassen eingezwängt. So ruhig wie Palaspor konnte er also auf keinen Fall gewesen sein. Wir hatten also die richtige Wahl getroffen.